Verdächtige Mail, SMS oder WhatsApp prüfen
Eine Nachricht erzeugt Zeitdruck, fordert Geld oder will Zugangsdaten? Prüfe Absender, Anlass und Ziel über einen unabhängigen Weg.
Geprüft im August 2026 · Christoph KilzSofortantwort
Klicke nicht auf den enthaltenen Link. Öffne die angebliche Bank, Paketfirma oder Plattform selbst über App, Lesezeichen oder manuell eingegebene Adresse und prüfe dort, ob der Vorgang existiert.
Die drei stärksten Warnsignale
Besonders kritisch ist die Kombination aus Zeitdruck, einer ungewöhnlichen Handlung und einem vorgegebenen Kontaktweg. Dazu zählen angebliche Kontosperren, Rückzahlungen, Gewinne, Paketprobleme oder Familiennotfälle. Sprachfehler können vorkommen, moderne Betrugsnachrichten sind aber oft fehlerfrei.
- Zeitdruck bewusst unterbrechen
- Geforderte Handlung benennen
- Linkziel oder Rückrufnummer nicht verwenden
- Behauptung unabhängig kontrollieren
Absender und Link getrennt betrachten
Der sichtbare Text eines Links kann von seinem tatsächlichen Ziel abweichen. Auf Smartphones lässt sich das Ziel häufig durch längeres Berühren anzeigen, ohne es zu öffnen. Prüfe die Domain von rechts nach links und achte auf ähnlich aussehende Buchstaben. Im Zweifel genügt die technische Prüfung nicht: Nutze den offiziellen Zugang.
- Vollständige Adresse anzeigen
- Domain statt Logo beurteilen
- Keine Datei oder App installieren
- Offizielle App separat öffnen
Sicher nachfragen
Ruft angeblich ein Familienmitglied, Arbeitgeber oder Support an, beende das Gespräch und nutze eine bereits bekannte Nummer. Vereinbart in Familien ein Kennwort für ungewöhnliche Geldbitten. Ein echter Support verlangt weder TAN noch vollständiges Passwort und drängt nicht zur Installation von Fernwartung.
- Gespräch selbst beenden
- Bekannte Nummer verwenden
- Familienkennwort abfragen
- Keine Codes weitergeben
Häufige Fragen
Ist eine Nachricht mit meinem Namen echt?
Nein. Namen, Adressen und frühere Bestellungen können aus Datenlecks, öffentlichen Profilen oder kompromittierten Konten stammen.
Kann ich den Link mit einem Online-Scanner prüfen?
Ein Scanner kann technische Signale liefern, aber keine Echtheit garantieren. Öffne den behaupteten Dienst unabhängig und prüfe den Vorgang dort.
Was mache ich mit der Nachricht?
Bei reinem Spam kannst du sie melden, blockieren und löschen. Bei Betrug oder Schaden solltest du vorher Absender, Inhalt, URL und Zeitpunkt sichern.
Geprüfte Anlaufstellen
Menüs und Plattformfunktionen werden in einem kurzen Turnus kontrolliert. Im Zweifel gilt die aktuelle Information der zuständigen Stelle.