Sicher und stark
durchs Internet.
Neun Situationen, die wirklich passieren können. Du entscheidest, siehst die Folge und lernst den sicheren Weg.
Ein Bild geht auf Reisen
Mia schickt einem Freund ein lustiges Foto. Der Freund leitet es weiter. Dann macht jemand einen Screenshot.
Was sollte Mia vor dem Senden bedenken?
Die Nachricht mit dem Countdown
Eine Mail behauptet: „Dein Spielkonto wird in zehn Minuten gesperrt. Bestätige sofort dein Passwort.“
Wie reagierst du sicher?
Gemeine Nachrichten in der Gruppe
In einer Klassengruppe machen mehrere Kinder eine Person lächerlich. Jemand fordert dich auf, ebenfalls ein Bild zu posten.
Was hilft jetzt wirklich?
Das kostenlose Spezialprogramm
Eine Website verspricht kostenlose Spielmünzen. Dafür sollst du eine unbekannte Datei installieren und den Virenschutz ausschalten.
Was ist die sichere Entscheidung?
Ein Schlüssel für alle Türen
Noah nutzt dasselbe kurze Passwort für Schule, Spiele und E-Mail. Bei einem Spielanbieter werden Zugangsdaten gestohlen.
Wie begrenzt Noah den Schaden?
Alle sehen, wo du gerade bist
Eine neue App möchte dauerhaft Standort, Kontakte, Kamera und Mikrofon verwenden, obwohl sie nur Bilder bearbeiten soll.
Was solltest du tun?
Der besonders nette neue Freund
Eine unbekannte Person schreibt täglich, macht viele Komplimente und möchte plötzlich ein Geheimnis, ein privates Bild und ein Treffen ohne Eltern.
Was ist jetzt wichtig?
Plötzlich ist alles weg
Der Laptop fällt herunter und startet nicht mehr. Darauf waren Schulprojekt, Fotos und selbst gemachte Videos nur einmal gespeichert.
Was hätte vorher geholfen?
Das Geschenk, das deine Daten will
Ein Pop-up verspricht ein neues Smartphone. Du sollst nur Adresse, Telefonnummer und die Kartendaten deiner Eltern eintragen.
Was machst du?
Du hast hingeschaut, nachgedacht und entschieden.
Das Wichtigste ist nicht, jede Gefahr allein zu erkennen. Das Wichtigste ist: stoppen, nichts verheimlichen und rechtzeitig Hilfe holen.
Deine 10 Netz-Regeln ansehen ↓Internetführerschein
Hiermit wird bestätigt, dass
Internet-Profineun wichtige Situationen im Internet gemeistert hat und weiß, wie man innehält, sicher entscheidet und rechtzeitig Hilfe holt.
GEMEISTERT
Die 10 Netz-Regeln
Keine Verbote zum Auswendiglernen, sondern zehn Dinge, die dich stark machen, wenn online etwas komisch, peinlich oder gefährlich wird.
- 01Stopp vor dem KlickZeitdruck ist ein Warnsignal. Atme durch und prüfe erst.
- 02Privat ist nicht geheimBilder und Nachrichten können kopiert und weitergeschickt werden.
- 03Erst fragen, dann teilenMenschen auf Bildern entscheiden mit, ob etwas verschickt wird.
- 04Passwörter bleiben bei dirJedes wichtige Konto bekommt ein eigenes, langes Passwort.
- 05Gib nur Nötiges freiStandort, Kontakte, Kamera und Mikrofon sind keine Selbstverständlichkeit.
- 06Fremde bleiben fremdKeine geheimen Treffen, privaten Bilder oder Vertrauensbeweise.
- 07Mach bei Mobbing nicht mitNicht antworten oder weiterleiten: Beweise sichern und Hilfe holen.
- 08Installiere nicht aus NeugierProgramme kommen aus offiziellen Quellen und werden gemeinsam geprüft.
- 09Sichere, was dir wichtig istEine zweite Kopie schützt Fotos, Projekte und Erinnerungen.
- 10Hilfe holen ist immer richtigDu bist nicht schuld. Eine vertraute Person hilft, ohne dich fertigzumachen.
Zahlen, die wach machen.
Das hier sind keine Geschichten zum Gruseln. Die belegten Zahlen zeigen, warum die Netz-Regeln wichtig sind. Schwere Themen liest du am besten gemeinsam mit einer erwachsenen Vertrauensperson.
01Fremde suchen gezielt KinderDeutschland · Polizeiliche Fälle 20243.457
So viele Fälle von Cybergrooming registrierte die deutsche Polizei 2024. Im Vorjahr waren es 2.580; das Dunkelfeld dürfte größer sein.
Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention ↗02Ein Bild verschwindet nicht einfachDeutschland · BKA-Lagebild 202345.191
2023 erreichten die registrierten Fälle zu Herstellung, Verbreitung, Erwerb und Besitz von Missbrauchsdarstellungen von Kindern einen neuen Höchststand.
Quelle: Bundeskriminalamt ↗03Missbrauch ist kein fernes ProblemDeutschland · Polizeiliche Erfassung 202354 pro Tag
Das BKA ordnete für 2023 durchschnittlich 54 Kinder und Jugendliche pro Tag als Opfer sexuellen Missbrauchs ein. Diese Zahl umfasst Online- und Offline-Taten.
Quelle: Bundeskriminalamt ↗04Das Handy klingelt nicht immer harmlosDeutschland · Beschwerden 2024154.624
So viele Beschwerden über Rufnummernmissbrauch erhielt die Bundesnetzagentur 2024. Rund 60 Prozent betrafen SMS und Messenger.
Quelle: Bundesnetzagentur ↗05Tausende Nummern mussten abgeschaltet werdenDeutschland · Maßnahmen 20246.490
Die Bundesnetzagentur ordnete 2024 die Abschaltung tausender missbrauchter Rufnummern an, unter anderem wegen betrügerischer Nachrichten.
Quelle: Bundesnetzagentur ↗06Cyberkriminalität kennt keine GrenzeDeutschland · Polizeiliche Fälle 2024333.268
Das BKA erfasste 2024 131.391 in Deutschland verübte Cybercrime-Fälle und weitere 201.877 Taten aus dem Ausland oder von unbekanntem Ort.
Quelle: Bundeskriminalamt ↗07Ein Klick kann Milliarden kostenDeutschland · Schadensschätzung 2024178,6 Mrd. €
Diese Schadenshöhe durch Cyberangriffe in Deutschland nennt das BKA für 2024 auf Grundlage einer Bitkom-Erhebung. Es handelt sich um eine Wirtschaftsschätzung.
Quelle: BKA-Bundeslagebild Cybercrime ↗08Die Lüge landet direkt auf dem DisplayDeutschland · Repräsentative Jugendstudie 202461 %
61 Prozent der 12- bis 19-Jährigen begegneten laut JIM-Studie 2024 innerhalb eines Monats Fake News. 2021 waren es 42 Prozent.
Quelle: JIM-Studie 2024 ↗09Beleidigungen sind für viele AlltagDeutschland · 12 bis 19 Jahre · 202457 %
Mehr als die Hälfte der befragten Jugendlichen sah im Monat vor der JIM-Befragung beleidigende Kommentare im Netz.
Quelle: JIM-Studie 2024 ↗10Jede neunte Person wurde selbst getroffenDeutschland · 12 bis 19 Jahre · 202411 %
Elf Prozent der Jugendlichen gaben an, im letzten Monat online persönlich beleidigt worden zu sein. Das ist mehr als nur ein gemeiner Kommentar irgendwo.
Quelle: JIM-Studie 2024 ↗11Bilder tauchen auf, obwohl niemand sie gesucht hatDeutschland · 12 bis 19 Jahre · 20241 von 4
Ein Viertel der Jugendlichen berichtete 2024 von ungewolltem Kontakt mit pornografischen Inhalten innerhalb eines Monats.
Quelle: JIM-Studie 2024 ↗12Sexuelle Belästigung erreicht das SmartphoneDeutschland · 12 bis 19 Jahre · 2024Fast 1 von 3
Fast jede dritte befragte jugendliche Person gab an, schon einmal online sexuell belästigt worden zu sein, überwiegend auf Social-Media-Plattformen.
Quelle: JIM-Studie 2024 ↗13Das Handy nimmt mehr Zeit als geplantDeutschland · 12 bis 19 Jahre · 20242 von 3
Zwei Drittel der Jugendlichen sagten 2024, dass sie häufig länger am Smartphone bleiben als ursprünglich beabsichtigt.
Quelle: JIM-Studie 2024 ↗14Schon Grundschulkinder sehen zu vielDeutschland · 6 bis 13 Jahre · 20248 %
Acht Prozent der internetnutzenden Sechs- bis 13-Jährigen trafen bereits auf Inhalte, für die sie zu jung waren. Fünf Prozent sahen Inhalte, die Angst machten.
Quelle: KIM-Studie 2024 ↗15Erpressung endete für Kinder tödlichUSA · Behördenmeldungen 2021 bis 202313.000+
FBI und US-Heimatschutz erhielten von Oktober 2021 bis März 2023 mehr als 13.000 Meldungen zu finanzieller Sextortion Minderjähriger. Mindestens 20 Suizide wurden damit in Verbindung gebracht.
Quelle: FBI ↗16Die Drohung kommt jeden Tag hundertfachInternational/USA · Meldedaten bis 2023812 pro Woche
Eine Auswertung von CyberTipline-Daten fand im letzten untersuchten Jahr durchschnittlich 812 Sextortion-Meldungen pro Woche. Meldungen sind nicht mit eindeutigen Opfern gleichzusetzen.
Quelle: Thorn und NCMEC ↗17Fast 100.000 Hinweise an einem TagUSA/international · Meldungen 202336 Mio.
NCMEC erhielt 2023 rund 36 Millionen CyberTipline-Meldungen zu vermuteter sexueller Ausbeutung von Kindern. Mehrere Meldungen können denselben Inhalt betreffen.
Quelle: NCMEC ↗18KI machte aus harmlosen Bildern MissbrauchsmaterialUSA/international · Meldungen 20234.700
So viele CyberTipline-Meldungen bezogen sich 2023 auf KI-generierte Missbrauchsdarstellungen oder sexuell ausbeuterische KI-Inhalte.
Quelle: NCMEC ↗19Mitschüler erzeugen falsche NacktbilderUSA · Befragung von 1.040 Minderjährigen · 20231 von 10
In einer US-Befragung berichtete etwa jede zehnte minderjährige Person, von Fällen zu wissen, in denen Gleichaltrige KI-Nacktbilder anderer Kinder erstellt hatten.
Quelle: Thorn ↗20Betrug ist eine weltweite IndustrieUSA · Gemeldete Verluste 202412,5 Mrd. $
US-Verbraucher meldeten 2024 Verluste von 12,5 Milliarden Dollar durch Betrug. Allein falsche Identitäten und vorgetäuschte Unternehmen verursachten 2,95 Milliarden Dollar.
Quelle: Federal Trade Commission ↗Du bist nicht schuld und musst es nicht allein lösen.
Zeige die Nachricht oder Situation einer erwachsenen Person, der du vertraust. Bei Mobbing, Drohungen oder Bildern gilt: nicht weiterleiten, wichtige Beweise sichern und gemeinsam Hilfe holen.
01 · BILDER TEILEN
02 · FALSCHE NACHRICHT
03 · CYBERMOBBING