Cybermobbing, Grooming und Sextortion: Hilfe ohne Schuldzuweisung
Wenn jemand droht, intime Inhalte fordert oder öffentlich demütigt, zählt zuerst Sicherheit. Nicht zahlen, nicht weiterleiten und nicht allein verhandeln.
Geprüft im August 2026 · Christoph KilzSofortantwort
Beende den direkten Schlagabtausch, sichere Beweise, blockiere nach der Sicherung und hole sofort eine erwachsene Vertrauensperson oder Beratungsstelle dazu. Bei akuter Gefahr rufe 110.
Druck unterbrechen und Sicherheit herstellen
Täter nutzen Scham, Angst und Zeitdruck. Antworte nicht mit weiteren Bildern, Geld oder Zugangsdaten. Stelle Konten privat, ändere bei Übernahmeverdacht Passwörter und informiere eine verlässliche Person. Die betroffene Person trägt nicht die Verantwortung für die Erpressung.
- Keine weiteren Inhalte senden
- Nicht zahlen oder verhandeln
- Vertrauensperson informieren
- Konten und Sichtbarkeit absichern
Beweise gezielt sichern
Dokumentiere Nutzernamen, Profiladresse, Nachrichten, Forderungen, Zahlungsdaten und Zeitpunkte. Bei selbstlöschenden Inhalten kann ein Foto des Bildschirms helfen. Verbreite intime Inhalte nicht an Freunde oder Gruppen. Beratungsstelle oder Polizei kann erklären, welche Sicherung im konkreten Fall sinnvoll ist.
- Profil und Nutzernamen festhalten
- Forderungen und Drohungen dokumentieren
- Inhalte nicht weiterverbreiten
- Chronologie kurz notieren
Plattform und externe Hilfe einschalten
Melde das Konto mit dem passenden Grund und blockiere es nach der Beweissicherung. Schule oder Verein müssen bei einem Bezug zum Umfeld früh einbezogen werden. Bei Erpressung, Drohungen, Nachstellung oder sexualisierter Gewalt ist professionelle Beratung wichtig; bei akuter Gefahr die Polizei.
- Plattformmeldung absenden
- Kontakt blockieren
- Schule oder Umfeld einbeziehen
- Beratung oder Polizei kontaktieren
Häufige Fragen
Sollte man bei Sextortion zahlen?
Nein. Eine Zahlung garantiert kein Ende der Forderungen und kann weitere Erpressung fördern. Hole Hilfe und sichere Beweise.
Ist das Kind selbst schuld, wenn es ein Bild geschickt hat?
Nein. Verantwortung für Drohung, Erpressung und unerlaubte Weitergabe trägt die handelnde Person. Hilfe sollte ohne Vorwürfe beginnen.
Wann ist es ein Fall für die Polizei?
Bei Drohung, Erpressung, Nachstellung, Identitätsmissbrauch, sexualisierter Gewalt oder akuter Gefahr sollte professionelle und gegebenenfalls polizeiliche Hilfe eingeholt werden.
Geprüfte Anlaufstellen
Menüs und Plattformfunktionen werden in einem kurzen Turnus kontrolliert. Im Zweifel gilt die aktuelle Information der zuständigen Stelle.